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Schüler und Studenten

Gerade für Schüler und Studenten ist das CarSharing ein attraktives Angebot, da sie sich häufig aufgrund von fehlendem oder geringem Einkommen kein eigenes Fahrzeug leisten können.

Vorteile

  • Da Schüler und Studenten in der Regel kaum über große Geldbeträge verfügen ist der entscheidendste Vorteil des CarSharings die Kostenersparnis. Es werden in erster Linie die Anschaffungskosten für ein eigenes Fahrzeug eingespart, aber auch Reparaturen und Wartungen fallen weg. Gerade dadurch kann zudem auch Zeit gespart werden, da Reifenwechsel, Abgasuntersuchungen und ähnliches vom Anbieter erledigt werden. 1)
  • Oftmals benötigen Schüler und Studenten nur selten ein Fahrzeug, da zu den wichtigen Orten wie Schule/ Hochschule eine gute Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel existiert. Gerade in einer Situation, wie einem Umzug oder einem Kurztrip bietet sich hier wieder das CarSharing an. Nach Berechnungen wurde festgestellt, dass sich CarSharing je nach Anbieter bis zu etwa 10.000 bis 20.000 gefahrenen Jahreskilometern lohnt. 2)
  • Es kann genau das Fahrzeug ausgeliehen werden, welches im Moment auch wirklich benötigt wird. So kann sich zum Beispiel ein Student für einen bevorstehenden Umzug einen Kleintransporter leihen um Möbelstücke zu transportieren. Falls ein Ausflug mit Freunden ansteht, kann ein Minibus ausgeliehen werden, anstatt mit 2 Fahrzeugen zu fahren. Und falls es sich doch einfach nur um eine Fahrt in die Stadt für einen normalen Einkauf handelt, so ist ein normaler Kleinwagen wohl die beste Lösung. Dies ermöglicht eine perfekte Anpassung an jede Situation und es besteht keine feste Bindung an ein Fahrzeug. 3)
  • Inzwischen kooperieren viele Hochschulen gut mit CarSharing-Unternehmen. Einige Hochschulen nutzen inzwischen Gelder aus Mobilitätsfonds, um den Studierenden somit günstigere Tarife zu ermöglichen. So verringert sich beispielsweise die monatliche Grundgebühr bzw. fällt ganz weg, oder der Preis pro gefahrenem Kilometer/ gemieteter Stunde sinkt etwas. 4)
  • Viele Studenten wohnen nur Werktags in einem Studentenwohnheim oder ähnlichem und fahren über die Wochenenden zu ihren Eltern nach Hause. Normalerweise ist dies mit einer langen Bus-/ Zugfahrt verbunden und diese kann sich auch noch umständlich gestalten, wenn mehrere Gepäckstücke wie Laptop, Wäsche und diverse Bücher transportiert werden müssen. Hier schaffen die CarSharing-Anbieter Abhilfe: Viele bieten bereits spezielle Wochenendtarife an, mit denen Studenten diese Reisen wesentlich angenehmer hinter sich bringen können. Gepäck einladen, losfahren, Gepäck ausladen. 5)

Nachteile

  • Gerade Schüler sind oft noch Fahranfänger, bei denen die Anmeldung bei einem CarSharing-Unternehmen problematisch werden könnte. Fast alle Anbieter verlangen ein Mindestalter und/ oder, dass die Fahrerlaubnis schon seit einigen Jahren vorhanden ist. Einige wenige davon verlangen kein Mindestalter und die Fahrerlaubnis muss erst seit einem Jahr erteilt sein, dadurch eröffnet sich eine neue Möglichkeit: Durch den Führerschein mit 17 könnte sich ein Schüler/ Student bei einem solchen Anbieter direkt nach seinem 18. Geburtstag anmelden und dessen Fahrzeuge nutzen. Insofern lässt sich dieser Nachteil teilweise umgehen. 6)
  • Ein weiteres Problem für junge Fahrer ist, dass häufig zusätzliche Versicherungspakete abgeschlossen werden müssen, um die Dienste des Anbieters nutzen zu können. Der Grundgedanke der Unternehmen ist eigentlich, Schülern und Studenten (und somit einer Gruppe mit keinem bis geringem Einkommen) eine günstige Transportalternative anzubieten. Diese Versicherungspakete stehen dazu jedoch im Widerspruch. Während man durch Studententarife Geld einspart, muss man hier wieder mehr bezahlen und landet im Endeffekt wieder bei einer Zahlung die in etwa einem Standarttarif entsprechen könnte. 7)
  • Eine große Problematik stellen die hohen Selbstbeteiligungen dar, die junge Leute im Schadensfall bezahlen müssen. Oftmals hatten sie noch keine Gelegenheit Geld für einen solchen Fall zu sparen und müssen daher das Geld für den entstandenen Schaden anders auftreiben. Falls aber auch Familie und Bekannte nicht aushelfen können, so kann es durchaus vorkommen, dass ein Kredit bei einer Bank aufgenommen werden muss. Bis der betroffene Schüler/ Student jedoch selbst genug Geld verdient um den Schaden bezahlen zu können kann die zu zahlende Summe schnell durch anfallende Zinsen steigen. 8)
  • In der Regel fallen bei einer Anmeldung monatliche Mitgliedsgebühren an. Daraus folg die Tatsache, dass sich CarSharing erst ab einer bestimmten Anzahl an jährlich gefahrenen Kilometern lohnt. In den Vorteilen (siehe oben) wurde bereits erwähnt, dass sich CarSharing nur bis zu einer bestimmten Kilometeranzahl lohnt. Zusammen mit der Untergrenze durch die monatlichen Gebühren ergibt sich als Faustregel, dass sich der Dienst nur für Nutzer, die jährlich zwischen 5.000 und 20.000 Kilometern fahren, eignet. 9)

Anbieteraspekt

Die CarSharing-Unternehmen mussten feststellen, dass sich die Anzahl der Geschäftsreisenden, welche CarSharing nutzen, kaum noch steigern lässt. Trotzdem wollen sie sich vergrößern um mehr Einnahmen zu erzielen. Also muss eine neue Zielgruppe in Angriff genommen werden, und hier kommen die Studenten ins Spiel. Sie sollen schon während ihrer Studienzeit feststellen, dass der Besitz eines eigenen Fahrzeuges nicht zwingend nötig ist. Somit wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie auch im Berufsleben auf dieses Mobilitätskonzept zurückgreifen. Bisher wird diese Vorgehensweise zwar eher in den USA angewandt, jedoch ist sie durchaus auch für europäische Verhältnisse Interessant. 10)

E-Mobilität

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen ist im Zusammenhang mit CarSharing für Studenten in der Regel unproblematisch, da sie für Kurzstrecken ideal geeignet sind. Das größere Problem ist hier eher ein allgemeines, nämlich das Ladenetz. Ladestationen sind noch nicht in hoher Anzahl verbreitet. Jedoch wird gerade hier eine gute Verbindung zum CarSharing deutlich: Die Fahrzeuge müssen an bestimmten Orten wieder abgestellt werden, deshalb würde sich die Möglichkeit ergeben, diese Abstellplätze kombiniert als Ladestationen zu nutzen. So könnte ein Elektrofahrzeug laden, bis der nächste Mieter kommt um das Fahrzeug abzuholen.

schueler_und_studenten.txt · Zuletzt geändert: 2013/10/22 10:52 von ssteiner