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Elektrifizierter Busverkehr

Ein Oberleitungsbus ist ein elektrisches Verkehrsmittel im öffentlichen Personennahverkehr. Er ist wie ein im Stadtbusverkehr eingesetzter Stadtlinienbus aufgebaut, wird im Gegensatz zu diesem aber nicht von einem Verbrennungsmotor, sondern von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben. Seinen Fahrstrom bezieht er – ähnlich einer Straßenbahn – mittels Stromabnehmern aus einer über der Fahrbahn gespannten Oberleitung. Elektrisch betriebene Busse sind somit spurgebunden, aber nicht spurgeführt. Die Bezeichnung Oberleitungsbus wird dabei, sowohl für das Fahrzeug selbst, als auch für die dazugehörige Infrastruktur verwendet.1) upload.wikimedia.org_wikipedia_commons_thumb_8_8d_tradbuss_landskrona.jpg_800px-tradbuss_landskrona.jpg Aufgrund von Umweltaspekten und der Tatsache, dass fossile Kraftstoffe in Zukunft teurer werden, ist der Einsatz solcher Busse wieder eine Option. In Regensburg sind sehr viele Menschen auf einen leistungsfähigen innerstädtischen Busverkehr angewiesen. Die hohe Zahl der Schüler und Studenten kann nur durch den Busverkehr bewältigt werden.

Zwar ist diese Verkehrsart bereits klimaschonender als der individuelle Verkehr mit dem eigenen Auto, jedoch kann gerade in Hinblick auf den Ausbau einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos der Aufbau eines elektrifizierten Busverkehrs interessant werden.

Vor- und Nachteile von Oberleitungsbussen

Vorteile
  • Geringe Umweltbelastung (kein permanenter Abgasausstoß)
  • Geringere Feinstaubemissionen im Stadtgebiet
  • Einfacher Aufbau des Fahrzeuges
  • Hohe Effizienz, verglichen zu Verbrennungsmotoren
  • Hohes Anfahrdrehmoment, daher gute Beschleunigung
  • Oberleitungen als zusätzliches Energieversorgungssystem für Ladesäulen von E-Autos
Nachteile
  • Aufwendige Oberleitung muss gebaut und gewartet werden
  • Geringere Flexibilität im Busbetrieb

Die Möglichkeit des Betriebs von Ladesäulen für Elektromobilität, gespeist aus den Oberleitungen muss erst noch erforscht werden. Hierzu ist an der OTH Regensburg mit Forschungsstellen für Elektromobilität und Energienetze die Kompetenz vor Ort vorhanden.

Der Salzburger Obus - ein Vorbild für Regensburg?

In einer mit Regensburg vergleichbaren Stadt, dem österreichischen Salzburg, besteht seit langem ein ausgedehntes Netz elektrifizierter Busse. Bereits 1940 wurden die ersten Strecken betrieben. Heute umfasst das über 100 km lange Netz 11 Stadtbuslinien und wird jährlich von 40 Millionen Fahrgästen genutzt. Der Regensburger Verkehrsverbund hat mit 38 Millionen Beförderungsfällen pro Jahr ein vergleichbares Fahrgastaufkommen.2)3) Derzeit umfasst die Obus-Flotte 96 Fahrzeuge. Mit vielen als Niederflurwagen ausgeführten Gelenk-Obussen hat Salzburg eine der modernsten Flotten Europas.

upload.wikimedia.org_wikipedia_commons_thumb_b_bb_salzburg_gnigl_s-bahn.jpg_800px-salzburg_gnigl_s-bahn.jpg

Strohmayer, Bernhard 2013/09/28 13:46

gruppe3/e-busse.txt · Zuletzt geändert: 2013/11/26 08:52 von ssteiner