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E-Mobilität

Vorteile der Elektromobilität für die Gesellschaft

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Durch Elektrofahrzeuge und einer nachhaltigen und vor allem ausgereiften Elektromobilität einer Gesellschaft wird ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Der Verkehr wird durch die Nutzung von Strom sauberer, leiser und vor allem werden die Besitzer unabhängig von fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle oder Benzin. Die Fahrzeughalter profitieren darüberhinaus von den geringen Betriebskosten der Fahrzeuge. 2)

Wichtig ist, dass das Bewusstsein über Nachhaltigkeit im Allgemeinen und Elektromobilität im Speziellen auch in den Köpfen der Gesellschaft ankommt. Jeder kann seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und wird über kurz oder lang davon profitieren. Hierfür sind öffentliche Kampagnen, Informationstage etc. notwendig.

Nachteile der Elektromobilität für die Gesellschaft

Aufgrund der Benzinpreisentwicklung der letzten Jahre ist es einfach zu behaupten, dass die Zukunft in der Elektromobilität liegt. Die Umsetzung gestaltet sich zuweilen aber noch schwierig.

Die Batterie für ein durchschnittliches E-Fahrzeug reicht etwa 150 Kilometer. Hinzu kommt, dass Klimaanlage oder Heizung diese Fahrzeit weiter verkürzen können. Für die Zielgruppe Berufstätige und Pendler stellt dies unter Umständen ein erhebliches Problem dar, was bislang unter Umständen vom Kauf eines solchen Fahrzeuges abhält.

Ein Elektro-Kleinwagen kosten zudem rund 10.000 Euro und somit weit mehr als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor. Sie sind also nicht für jeden Autobesitzer finanzierbar.

Zudem ist es auch nur dann sinnvoll, auf Elektrofahrzeuge umzusetzen, wenn der notwendige Strom hierfür auch aus regenerativen Energien gewonnen wird. Ansonsten ist die CO2-Bilanz wesentlich schlechter als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Genau das ist aber in der Regel in Deutschland noch nicht der Fall und wird daher von der Gesellschaft kritisiert. Hierfür müssen zunächst Alternativen gefunden werden.

Des Weiteren stellt das Aufladen der Fahrzeuge die örtliche Stromversorgung vor eine große Herausforderung. Sollten sich, wie es seitens der Politik gewünscht wird, immer mehr Käufer für ein reines Elektroauto bzw. Elektrofahrzeug entscheiden und viele Besitzer gleichzeitig Strom ziehen, wird es dazu führen, dass das lokale Stromnetz teilweise überfordert ist. Diesbezüglich wird aber gerade an Lösungen gearbeitet. Hotspots und ein Ausbau des bisherigen Stromnetzes sind hierfür Schlagwörter. Die Stromwirtschaft arbeitet intensiv an einem intelligenten Stromnetz und –zähler, einem sog. „Smart Grid“ und einem „Smart Meter“, die dieses Problem umgehen sollen. 3)

Siehe hierzu ebenfalls: E-Mobilität und Lärmemission

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CarSharing

Vorteile von Car-Sharing für die Gesellschaft

In einem Teil der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren eine sogenannte „Sharing-Mentalität“ entwickelt. Diese reicht von „File-Sharing“, d. h. dem Austausch oder die gemeinsame Nutzung von Musik, Spielen, Programmen, etc. über „Book-Sharing“ bis hin zum „Car-Sharing“. Bestimmte Objekte, wie beispielsweise das Auto, werden nicht mehr als Statussymbol des Einzelnen angesehen, sondern der Gemeinschaft zur Nutzung angeboten. So kann als Zusatzpluspunkt zwischen verschiedenen Personengruppen der Gesellschaft ein „Wir-Gefühl“ entstehen.

Viele Städte, auch Regensburg, bieten eine entsprechende Plattform für Car-Sharing-Angebote an. Hier kommen Gelegenheitsfahrer und private Autobesitzer zusammen und können voneinander profitieren. Die Vorteile hierfür liegen klar auf der Hand, Car-Sharing ist effizient, lokal und umweltfreundlich. Zudem ist es kostengünstig und bequem, da keinerlei Verantwortung für Haltung oder Wartung übernommen werden müssen. Diese Konzepte machen eine spontane Nutzung für kurze Zeit möglich und es besteht die Option, je nach Bedürfnissen und Zweck ein anderes Fahrzeug auszuwählen. 5)

Die Buchung läuft unproblematisch ab. In der Regel registriert man sich (kostenlos) online auf der entsprechenden Website und schickt dem Autobesitzer direkt eine unverbindliche Anfrage für sein Auto. Stimmt dieser der Leihgabe zu, zahlt der Mieter die vereinbarte Summe. Im Preis ist grundsätzlich schon eine Pauschale für die Versicherung enthalten. So sind Autobesitzer und Automieter abgesichert. Nach der Zahlung werden alle notwendigen Unterlagen übersandt. Bei der Autoübergabe am vereinbarten Ort wird in der Regel noch gemeinsam ein Übergabeprotokoll ausgefüllt.

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Nachteile von Car-Sharing für die Gesellschaft

In den meisten deutschen Städten sind solche Angebote ausreichend vorhanden und der Ablauf ist in der Regel relativ einfach. Dennoch ist dies eine Frage der Perspektive. Betrachtet man die unterschiedlichen Zielgruppen, die solche Konzepte und Modelle gerne nutzen möchten, gibt es auch einige Kritikpunkte. Beispielsweise ist es für ältere Menschen, Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen eventuell schwierig, dieses Onlineverfahren zu durchlaufen. Daher richtigen sich solche Angebote vermutlich eher an die junge Bevölkerung, wie Schüler, Studenten etc. und schließen einen anderen Teil der Gesellschaft aus. Exklusion, anstatt Inklusion.

Viele potentielle Fahrzeughalter haben auch Hemmungen, ihr Fahrzeug fremden Personen zur Verfügung zu stellen. Hier geht es vor allem um die Privatsphäre und um Ängste, dass das Fahrzeug bei der Nutzung beschädigt werden könnte oder andere Delikte damit begangen werden. 7)

3) IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim (2012): Die mobile Revolution In: http://www.ihk-regensburg.de/content/280312g (Stand: 27.09.2013)
5) , 7) Institut für sozial-ökologische Forschung (2011): Attraktivität und Akzeptant von Elektroautos - Arbeitspaket 1 des Projekts OPTUM: Optimierung der Umweltentlastungspotentiale von Elektrofahrzeugen, S. 14 In: http://www.oeko.de/oekodoc/1337/2011-001-de.pdf (Stand: 27.09.2013)
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