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Was ist Carsharing?

Der Begriff Carsharing kommt ursprünglich aus dem Englischen und setzt sich aus den beiden englischen Wörtern Car (zu Deutsch Auto) und to share (zu Deutsch teilen, mitbenutzen) zusammen. Dieser Begriff hat sich bereits weitgehend in den deutschen Sprachgebrauch etabliert und man verbindet mit Carsharing hierzulande, dass sich mehrere Nutzer ein Auto teilen. Die älteste Carsharing Organisation in Deutschland wurde 1988 in Berlin gegründet und hieß „StattAuto Berlin“ (seit 2006: Greenwheels). In den Jahren 1990 und 1991 folgten CarSharing Organisationen in Aachen, Bremen und Freiburg/Breisgau. 1) Heutzutage gibt es Carsharing Organisationen in jedem größeren Ballungsraum wie Berlin, München, Nürnberg-Fürth-Erlangen, Ruhrgebiet, Bremen, Hamburg, Leipzig, wie auf der Bundesverband carsharing Seite zu lesen ist. 2)

Der Sinn dieses Systems besteht darin, dass sich mehrere Personen ein Auto teilen und nur den Stunden- und Kilometertarif zahlen. Hier besteht auch die Möglichkeit, im Gegensatz zu Mietautos, Autos nur minutenweise zu buchen. Ein weiterer Vorteil, die Fahrzeuge stehen in nächster Nähe, sind dezentral über die ganze Stadt verteilt. Die Nutzer müssen sich keine Gedanken über z.B. TÜV, Wechsel von Sommer- auf Winterreifen, Versicherung, Wertverlust der Fahrzeugs, Reparaturen, Kraftstoff, hohe Parkplatzkosten, Umweltplakette usw. machen. Diese anfallenden Fixkosten werden durch die Nutzungsgebühren gedeckt. Carsharing ist interessant für: Studenten und Schüler, Berufstätige/Firmen, Senioren und Schwerstbehinderte.

Motivation für Carsharing

Carsharing steht für die organisierte Nutzung eines oder mehrerer Fahrzeuge durch verschiedenen Personen. Eine Carsharing-Organisation stellt ein oder zumeist mehrere Fahrzeuge verteilt in einem Bereich ab. Die genaue Positionierung des jeweiligen Fahrzeugs kann entweder auf fest angemieteten Parkplätzen oder auf öffentlichen Parkräumen (free-floating) erfolgen. Für die Nutzung müssen diese vorab von den Kunden gebucht werden.

Eine andere Form stellt das „Private Carsharing“ dar, welches das Teilen von Fahrzeugen unter Nachbarn oder Bekannten definiert. In diesem Artikel wird nur auf das allgemeine Carsharing eingegangen.

Carsharing soll vor allem dem drohenden Verkehrsinfarkt in Großstädten entgegenwirken. Mehrere Personen, die nicht regelmäßig auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind können sich diverse Fahrzeuge teilen. Durch den technologischen Fortschritt in der Automobilindustrie gibt es bereits zwei Arten von Carsharing.

Arten von Carsharing

  • Stationsbasiertes System: Hier hat das Auto einen festen Parkplatz und muss immer dahin zurückgebracht werden.
  • Free-floating CarSharing: Bei dieser Art des Carsharings hat der Nutzer die Möglichkeit das Fahrzeug auf einem öffentlichen Parkplatz abzustellen. Er muss dies dem Betreiber mitteilen. Manche Betreiber schränken das Abstellen der Fahrzeuge auf sogenannte Parkraumquartiere ein. Dies wird jedoch beim Buchen ersichtlich. 3)

Konventionell

Bei einem konventionellen Carsharingsystem werden nur Fahrzeuge mit gewöhnlichem Verbrennungsmotor verwendet. Allerdings verursachen diese Umweltgifte, weshalb versucht wird das bestehende System zu optimieren um auch die Attraktivität des Carsharings zu erhöhen, nicht zuletzt durch das gestiegene Umweltbewusstsein in der Bevölkerung.

E-Mobilität

Wesentlich umweltfreundlicher wird das Carsharing mit Elektroautos betrieben, diese Variante befindet sich jedoch noch in der Anfangsphase. Die begrenzte Reichweite könnte nahezu optimal innerhalb von Städten oder größeren Orten genutzt werden. Zusätzlich könnte dem Bürger das Elektroauto näher gebracht werden, indem er es ohne größere Verpflichtungen direkt testen könnte, unter anderem wird auch versucht die skeptische Haltung vieler Bürger gegenüber dieser neuen Technologie zu neutralisieren.

Laut einem Test4) von Stiftung Warentest lohnt sich Carsharing besonders für Wenigfahrer. Es ist besonders bequem für die Nutzer, da sie sich nicht um lästige Haltungskosten kümmern müssen und die Autos zumeist nicht älter als vier Jahre sind. Die Autos können mit dem Smartphone geortet werden. Im Falle einer nicht selbst verschuldeten Panne werden die Kosten durch den Betreiber gedeckt und ein Ersatzauto wird bereitgestellt.

Wie funktioniert Carsharing?

Bei Bedarf kann rund um die Uhr, per Telefon, App oder Internet ein Fahrzeug bei einem Carsharing Anbieter gebucht werden. Die Anbieter bzw. Betreiber von CarSharing haben sich mit Buchungszentralen zusammengeschlossen und koordinieren die eingegangenen Aufträge. Mit einer Benutzer-ID kann die gewünschte Station, der Buchungszeitraum und das gewünschte Fahrzeugmodell geordert werden. Bei Internetzugang erscheinen im Buchungsprogramm die freien Fahrzeuge und die reservierbaren Buchungszeiträume sind für den Nutzer sofort ersichtlich. Am Ende des Monats erhält der Nutzer eine detaillierte Aufstellung der Fahrten und Kosten. Durch Einzugsermächtigung mit der BIC- und IBAN-Nummer kann die Rechnung vom Konto abgebucht werden. 5)

Carsharing und E-Mobilität

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Elektromobilität (kurz E-Mobilität):

Steht für die Nutzung von Elektrofahrzeugen mit unterschiedlichen, individuellen Mobilitätsbedürfnissen und auch für Förderprogramme zur Nutzung von Elektrokraftfahrzeugen. 6)

Es müssen für die Zukunft Alternativen gefunden werden, da der hohe CO2 Ausstoß ein Hauptgrund für den Klimawandel ist und die fossilen Brennstoffe nur noch begrenzt vorhanden sind. Mit einem Budget von circa zwei Milliarden Euro fördert die Bundesregierung gemeinsam mit der Industrie die Forschung der Elektromobilität. 7) Zurzeit sind in Deutschland circa 1.500 solcher Fahrzeuge unterwegs. Angedacht sind bis 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen. Die Elektromobilität ist umweltbewusst, zukunftsorientiert und schafft neue Arbeitsplätze. Politik, Wissenschaft, Industrie und Kommunen arbeiten Hand in Hand. In Modellversuchen des Bundesverkehrsministeriums werden in Städten und Regionen Elektrofahrzeuge erprobt. 8)

E-carsharing

EcarSharing ist das System des Carsharings mit Elektrofahrzeugen. Viele Faktoren sprechen für diese Art der Nutzung, vor allem im Stadtverkehr. In Ballungszentren nimmt der Wunsch nach einem eigenen Auto immer mehr ab. Umweltfaktoren, wie Lärm- und Emissionsreduzierung, sowie Ressourcenverbrauch spielen für junge Menschen, in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. 9)

Für den Anbieter entsteht ein großes Problem bei der Finanzierbarkeit von Elektrofahrzeugen. Dagegen zeigt die Studie der Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität (FSEM):

  • Möglichkeit für den Nutzer, die Vorteile von Elektrofahrzeugen kennenzulernen
  • Keine Anschaffungskosten für den Nutzer
  • Hohe Auslastung durch verschiedene Nutzer
  • Einschränkungen in der Nutzung durch begrenzte Reichweite und Speicherkapazität
  • Hohe Abhängigkeit von Ladestationen
  • Abhängig von Energiespeicher – Ladestrom zu 100% aus regenerativen Energiequellen
  • Hohe Anfangsinvestitionen stehen in keiner Relation zur Wirtschaftlichkeit – Wertverlust beim Verkauf 10)
  • Derzeitige Kostenstrukturen sind außerhalb von staatlich subventionierten Förderprogrammen nicht wirtschaftlich zu betreiben.11)
  • Ziel: Jüngeres Publikum, sprich Studenten und Schüler für die Elektromobilität zu gewinnen 12)
  • Wohlsituierte Senioren und Ältere sehen das Elektrofahrzeug als Luxusgegenstand an
  • Urbane Individualisten suchen umweltverträgliche Mobilität, legen Wert auf Modernität und Flexibilität. Sie sehen Elektromobilität als Ergänzung zu anderen Verkehrsmitteln 13)
carsharing_emobilitaet.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/18 17:58 von ssteiner